Die Zwiebeltheorie - der Trainingsverlauf und die Entwicklung des Pferdes

Beim Training ist es meist der Fall, dass oft rasch eine deutliche Besserung eintritt. Doch plötzlich verschlechtert sich das Gangbild wieder, das Pferd beginnt an einem anderen Bein zu lahmen, kürzer zu treten, oder ähnliches.

Ich beschreibe diesen Prozess gerne mithilfe einer Zwiebel, man schält Schicht für Schicht der schmerzenden Probleme ab, die teilweise verdeckt waren. Kaum hat man eine Schicht erreicht und diese erfolgreich abgeschält, kommt ein tieferliegendes Problem zutage. Insgesamt sehe ich das als positives Zeichen, denn der Körper beginnt sich umzubauen. Eine Trainingsumstellung ist hier dann teilweise von einem zum anderen Tag notwendig, manchmal genügt es auch, wieder ein paar Trainingsschritte zurückzugehen und dem Pferdekörper abermals Hilfestellung zu geben, sich weiter zu regenerieren ohne ihn zu überfordern. Allzuoft laboriert man dann allerdings an den tieferen Problemschichten viel länger, als an denen, die akut zutage getreten waren und da heißt es dann, Geduld und dem Körper die Zeit für die notwendige Wiederherstellung zu geben.