Lahmheit - Hufrollenbefund - Zwanghuf

In der Klinik attestierte man links vorne eine Hufrollenentzündung, das Gelenk wurde eingespritzt. Leider lahmte das Pferd weiterhin, es wurde ein Spezialbeschlag angebracht.

2 Wochen danach Beginn des Trainings zum Lockern der Brustkorbaufhängung, der Schultern sowie des Halses, was gut anschlug. Das eigentliche Problem des Pferdes war meiner Meinung nach der massive Zwanghuf und die Fehlstellung sowie die daraus resultierenden Verspannungen, weshalb die Hufeisen eine Woche später abgenommen wurden, ohne weiter bearbeitet zu werden.

Der Trachtenzwang mit umgelegtem, der Strahlspitze umlaufenden Eckstrebenhorns war deutlich zu sehen.

Nach erfolgter Hufbearbeitung geht das Pferd von Schritt zu Schritt besser und entspannt sich. Das Training wird fortgesetzt und fruchtet immer mehr.

Durch die Nagellöcher ist die Wand brüchig und spröder, die Statik wurde durch das Öffnen des Zwanges mit deutlicher Verbesserung des Gangbildes verändert, daher brach ein Teil der seitlichen Hufwand aus, das das Pferd jedoch nicht beeinträchtigte und das Pferd aber keinerlei Lahmheiten oder Schonung zeigte. Hufschuhe wären in der Übergangszeit eine Option gewesen, die jedoch nicht notwendig waren. Der Huf wurde bearbeitet, nach der 2. Bearbeitung war nichts mehr von dem Ausbruch zu sehen. Das Training wurde ohne Unterbrechung zügig weiter durchgeführt.

Durch das Training wurden die massiven Verspannungen beseitigt, das Pferd kann 1 Monate nach Beginn des Trainings wieder leicht geritten werden und wird mittlerweile wieder auf allen Böden voll belastet. Ein großes Augenmerk muss, aufgrund des Hufrollenbefundes, auch in Zukunft auf ein gutes Hufmanagement gelegt werden.